Sophie Scholl

Name: Sophie Scholl

Von Rike Reiniger
Premiere: 23. Januar 2016

Empfehlung für Schulvorstellungen: Klassenstufen 10-13

„Ich heiße Sophie Scholl. Und da fängt das Problem auch schon an“.
So beginnt die Geschichte einer eigentlich ganz normalen Jurastudentin. Sie steht kurz vor dem Examen und ist voller Vorfreude auf ihr Berufsleben. Ihr Nachname? Reiner Zufall.
Dieser Name erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in der Zeit des Nationalsozialismus den Mut hatte, sich mit ihren Freunden (u.a. mit dem in Saarbrücken aufgewachsenen Willi Graf) und ihrem Bruder Hans Scholl gegen Adolf Hitler zu stellen. „Die weiße Rose“ verteilte Flugblätter und wurde dabei erwischt. Sophie Scholl kam vor Gericht und wurde hingerichtet.
Der Mut ihrer berühmten Namensvetterin wird nun zum Prüfstein für das Gewissen der jungen Jurastudentin: Sie wird in einen Prüfungsbetrug verwickelt und soll vor Gericht aussagen. Sie muss sich entscheiden: Soll sie lügen, um ihre Karriere voranzubringen? Soll sie die Wahrheit sagen, dafür aber ihre Zukunft riskieren? Oder wäre es vielleicht das Beste zu schweigen?
Rike Reiniger, der Autorin des Stücks, gelingt eine gelungene, kluge und sehr lebendige Verknüpfung aus geschichtlichen Einschüben der Widerstandskämpferin und der zwiespältigen Situation der Studentin während des Gerichtstermins. Es geht um Zivilcourage, das eigene Gewissen und die Frage: Wie hätte ich mich verhalten?

Regie und Ausstattung: Stephanie Rolser
Spiel: Nina-Mercedés Rühl
Spieldauer: 65 Minuten

PRESSE-ECHO
„Nina-Mercedés Rühl spielt in dem Einpersonenstück beide Frauen mit beeindruckender Energie (...). Sie macht mit jeder Geste, jedem herausgepressten Satz deren Anspannung und Hadern in einem schweren Konflikt deutlich. Zwischen den Papiertürmen entfalten sich zwei Leben, zugleich schaut Autorin Reiniger hinter den Mythos Sophie Scholl. Sophie ist sicher, ihre Namensvetterin war nicht nur Heldin. Sie war auch einfach ein Mädchen, begeisterungsfähig, verliebt, eigenwillig. Rühl spielt ihre Lebensfreude anrührend intensiv. (...) Viel Applaus im ausverkauften Saal.“ (SAARBRÜCKER ZEITUNG, Ruth Rousselange)

„Dieses Stück hallt nach. Moral, Gewissenskonflikte, Versagensangst und Identitätssuche - die Thematik ist zeitlos und aktueller denn je. Prädikat: besonders sehenswert!“ (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Carolin Bollow)