Spinnen zähmen

Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen [Ab 8]

Von Jutta Richter
Für die Bühne bearbeitet von Petra Wüllenweber
Uraufführung: 22. März 2015

„Spielverderber“, „Furchendackel“, „Popelfresser“, so nennen die Kinder den Jungen und lassen ihn nicht mitspielen. Rainer, so nennt ihn das Mädchen. Er ist der Einzige, der ihr hilft, die unheimliche Kellerkatze zu vertreiben. Er fängt die große Spinne in ihrem Zimmer und geht mit in das verbotene Gruselhaus. Einen Freund wie Rainer zu haben, ist gut und schlecht. Denn einerseits hört er zu und lacht nicht, wenn man von seinen Ängsten erzählt. Er macht einem Mut. Auf der anderen Seite mag ihn niemand, die anderen Kinder nicht und die Eltern schon gar nicht. So einer ist kein Umgang für ordentliche Leute. Aber wozu ist ein Freund überhaupt gut, wenn ihn niemand leiden kann? Eines Tages muss sie sich endgültig entscheiden zwischen Rainer, ihrem ersten richtigen Freund, und den anderen Kindern und Erwachsenen im Burgweg, gleich neben dem Viadukt…

Ausgehend von der Direktheit der kindlichen Wahrnehmung und in einer knappen, rhythmisierten Sprache erzählt das Stück nicht nur von Freundschaft und Vorurteilen, sondern auch davon, wie wichtig vermeintlich Fremde für die von der eigenen Familie klein gemachten Menschen sein können.

„Auf exemplarische Weise wird von einer ganz normalen Kindheit und ihren alltäglichen Spannungen berichtet, von Freundschaft und Verrat, von Ausgrenzung und der Sehnsucht so zu sein wie alle Kinder.“ (Begründung Dt. Jugendliteraturpreis 2001)

Regie führt Petra Wüllenweber, die ebenfalls die Bühnenfassung des Buches von Jutta Richter geschrieben hat. Nach ZUR ZEIT NICHT ERREICHBAR, AM HORIZONT und der Bearbeitung des Anna Gavalda-Buches 35 KILO HOFFNUNG ist dies bereits ihr viertes Theaterstück im Auftrag des überzwerg. 2014 wurde sie in der Sparte "Regie Kinder- und Jugendtheater" für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.
Die Ausstattung übernimmt Matthias Werner, der bereits u.a. für MÜTTER, DER BESUCH DER ALTEN DAME und NETBOY verantwortlich war.

Regie: Petra Wüllenweber
Ausstattung: Matthias Werner
Spiel: Nicolas Bertholet, Eva Coenen, Sebastian Hammer, Reinhold Rolser, Nina-Mercedés Rühl
Spieldauer: 70 Minuten

 

PRESSE-ECHO
„Im Mittelpunkt steht Meechen - überzeugend und facettenreich gespielt von Nina-Mercedés Rühl - mit ihren Ängsten und Konflikten. Ihre Clique, das sind nicht nur die "Bösen", die Rainer ausschließen. Rainer ist nicht nur Opfer, sondern auch Täter. (...) gelingt es dem Ensemble, die komplexe Thematik rund um Mobbing und Ausgrenzung, Mut und Freundschaft packend rüberzubringen.“ (SAARBRÜCKER ZEITUNG, Esther Brenner)
 
„Sensibel und zugleich unterhaltsam inszeniert, greift das Stück die Themen Loyalität, Ausgrenzung und Verrat auf. Unterstützt werden die spielstarken Darsteller durch cleveren Musikeinsatz. Eine bewegende Darbietung, die nachdenklich stimmt und zeigt, dass es oft Mut erfordert, zur eigenen Meinung zu stehen.“ (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Hannah Lemmer)
 
Trailer zum Stück // Entstanden im Rahmen des Workshops "Jetzt mach mal kein Theater!"; ein Projekt des überzwerg und des Filmbüros Saar; mit freundlicher Unterstützung des Ministeriumn für Bildung und Kultur

 

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