Die Meerjungfrau in der Badewanne

[Ab 7]
Die Meerjungfrau in der Badewanne [Ab 7]

Von Tim Sandweg
Nach dem Kinderbuch von Koos Meinderts
Premiere: 18. Januar 2015

Philipp ist ein Geschichtenerzähler wie sein Vater. Und wie damals ist ihm auch noch heute als Erwachsener die Geschichte seiner Mutter die liebste: „Meine Mutter ist eine Meerjungfrau. Eines Tages fand sie mein Vater am Strand, eine Frau mit Fischschwanz.“ Sie verliebten sich, bekamen ein Kind, waren glücklich. Doch eines Tages wurde die Sehnsucht nach dem Meer zu groß. „Sie nahm ihren Fischschwanz, den sie die ganze Zeit im Wäscheschrank aufbewahrt hatte, und ging aus dem Haus. Sie ist zum Meer gegangen und hat sich in die Fluten gestürzt.“
Von seiner Mutter hat Philipp zwei Schwimmzehen und eine Fischschuppe geerbt. Außerdem kann der Siebenjährige bis 107 zählen, wenn er den Kopf unter Wasser taucht.
Philipp nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise in seine Kindheit und entdeckt, dass viele Leute mit ihren Geschichten leben, weil die Wirklichkeit manchmal nur schwer zu begreifen ist: Da sind z.B. eine geheime Freundin, das Baby Martha und sein Lied, die schwarze Witwe im weißen Haus und ein geheimes Versteck in den Dünen.

Basierend auf dem Kinderbuch des holländischen Autors Koos Meinderts hat Tim Sandweg ein phantasievolles, lebendiges und wunderbar zeitloses Erzähltheaterstück geschrieben. Eine wahrlich besondere, leicht erzählte Geschichte über die Fragen, Schmerzen und die Sehnsüchte eines Kindes und den Witz und die Wichtigkeit von Geschichten. Die sind vielleicht nicht immer wahr, aber helfen, die Welt zu verstehen.

Regie und Ausstattung: Stephanie Rolser
Spiel: Sebastian Hammer
Spieldauer: 60 Minuten
Presse Echo: 

„Amüsant monologisierte Dialoge, lebendiges Erzählen, Freude am Spiel: Im Alleingang zieht Schauspieler Sebastian Hammer das Publikum in den Bann. Dazu ein wunderbar vielseitiges Bühnenbild.
Musik und Geräusche zeichnen pointiert Lebenswege nach. Oft lustig, aber mit unterschwelligem Ernst, setzt sich das Stück auf kindliche Weise mit dem Leben in all seinen Facetten auseinander.“ (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Julian Schneider)

"Das Stück ist ein Plädoyer für die Fantasie, den Trost aus dem
eigenen Kopf, denn Philipp betäubt sich nicht, er lebt. Die jungen
Zuschauer empfanden Philipp als fröhlich, er sei nett zu allen
Menschen. Und das waren einige – alle von Hammer selbst gespielt, überzeugend mit starker Körpersprache."
(SAARBRÜCKER ZEITUNG, Astrid Karger)