Im Schatten der Wächter [Ab 14]

Im Schatten der Wächter [Ab 14]
Von Graham Gardner
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
SZENISCHE LESUNG
PREMIERE:
25. Februar 2011

Der 14-jährige Elliot war der Prügelknabe an seiner früheren Schule: Er wurde gequält, verfolgt und geschlagen. Nach Umzug und Schulwechsel erfindet er sich einfach neu: Cool, Pokerface, angesagte Klamotten, neue Frisur, sportlicher Erfolg. Er will nie mehr Opfer sein und achtet peinlich genau auf jedes kleinste Detail, um nur ja "auf die richtige Art und Weise" aufzufallen.

Die Rechnung scheint aufzugehen. Bis die "Wächter" Interesse an ihm zeigen, eine kleine Gruppe Jugendlicher, die an seiner neuen Schule das Sagen hat. Seine Verstellung ist tatsächlich so gelungen, dass diese "Wächter" Elliott in ihre Reihen aufnehmen wollen. Um einer von ihnen zu sein, soll er nun seinerseits andere quälen und misshandeln. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er Macht. Aber je kühler er sich gibt, desto mehr brodelt es in seinem Innern. Er wird in einen Strudel gezogen, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint...

Graham Gardners spannende und schonungslose Geschichte macht Elliots Qualen eindringlich fühlbar. Es geht um Macht, Mobbing und vor allem um Angst.

IM SCHATTEN DER WÄCHTER wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2005 ausgezeichnet.

Szenische Einrichtung und Regie: Bob Ziegenbalg
Es spielen und lesen: Eva Coenen, Isabelle Groß de García, Malin Hochscheid, Elke Kremer, Sabine Merziger, Rabea Wyrwich
Spieldauer: 100 Minuten (inklusive einer Pause)
Presse Echo: 

"Das überzeugend aufspielende Überzwerg-Ensemble erreicht, dass der Zuschauer das moralische Schwanken der Hauptfigur als eigenen inneren Konflikt erlebt - und doch weiß, dass Elliott sich zum Ende hin richtig entscheidet. Minutenlanger Applaus."   (SAARBRÜCKER ZEITUNG)

"Nicht vor der Bühne, sondern mitten im Geschehen sitzt der Zuschauer, zwischen den fünf Schauspielerinnen, die hin- und herspringen zwischen Sprecherrolle und szenischer Darstellung.
Ein gutes Konzept! Natürlich bedarf eine Lesung höherer Konzentration als ein Schauspiel. Doch die Umsetzung hält die Aufmerksamkeit, gewinnt mit zunehmender dauer an Spannung und Intensität.
(SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, SAARTEXT)