überzwerg-Jugendclub: NICHTS . Was im Leben wichtig ist

Von Janne Teller
Bühnenfassung von Andreas Erdmann

Premiere: 6. Juni 2018

Am ersten Tag nach den Sommerferien verkündet Pierre Anthon seine Erkenntnis: "Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Er verlässt mitten im Unterricht die Klasse 7 A, zieht sich auf einen hohen Ast im Pflaumenbaum zurück und traktiert seine Schulkameraden von da an abwechselnd mit reifen Pflaumen und Einsichten in die völlige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz. Die Klasse ist sich schnell einig, dass sie Pierre Anthon etwas entgegensetzen muss und beginnt, persönliche Gegenstände zusammenzutragen und so einen Berg aus Bedeutung aufzuhäufen. Die Mitschüler werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die sich mit zunehmendem Fanatismus ihrer Mission widmet. Als ihr monströser Plan, der immer drastischere Opfer verlangt, auffliegt, kommt es zu einem Medienrummel und einer landesweiten Diskussion um Sinn und Unsinn ihres Tuns. Nur Pierre Anthon bleibt von alldem unbeeindruckt - und die Klasse rächt sich an ihm ...
Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und nicht weniger als den Sinn des Lebens
Der Roman von Janne Teller war ein umstrittener, preisgekrönter Bestseller. Ihre Bücher kreisen stets um die großen Fragen des Lebens und lösen mit ihren gesellschaftskritischen Themen nicht selten lebhafte Debatten aus.

Regie: Reinhold Rolser, Jessica Schultheis
Spiel: Deborah Frey, Mirco Gerhard, Julius Groß, Katharina Greis, Rebecca König, Luna Mang, Jerzy Nowitzki, Ainoha Röller-Paredes, Leah Rohrer, Manou Schnabel, Sophia Schreiber, Lara Spano, Michelle Spreier, Isabelle Thier, Alexander von Schwind, Niklas Zöllner
 
Presse Echo: 

"Die Jungdarsteller bilden ausdrucksstark das Gefühlsspektrum bis hin zum Psycho ab, schockieren den Zuschauer, erzielen nachhaltige Wirkung.(...)  Krasses und sehenswertes Stück. (Saarländischer Rundfunk, Saartext, Fleur Geppert-Gasper)

"Dass hier jeder jede Rolle einmal spielt, ist ein geschickter Kniff in der Inszenierung des Stoffes. Denn wo die Grenze zwischen Individuum und Kollektiv verwischt wird, da ist die Schuldfrage umso komplizierter. Doch am Ende sind sie allesamt tragische Verlierer. Nach dem Stück stehen die Gewinner –  die Kleider voller Sägespäne – am Bühnenrand und genießen den verdienten Applaus." (Saarbrücker Zeitung, Oliver Sandmeyer)