Der Besuch der alten Dame
Die neuen Leiden des jungen W. Die neuen Leiden des jungen W. Die neuen Leiden des jungen W. Die neuen Leiden des jungen W. Die neuen Leiden des jungen W. Die neuen Leiden des jungen W.
Fotos: das bilderwerk
Die neuen Leiden des jungen W.
[16+]

Von Ulrich Plenzdorf

In Zusammenarbeit mit dem Studiengang media Art & Design der HBK Saar

Regie: Bob Ziegenbalg

Bühnenbild und Kostüme: Alexandra Lesch

Es spielen: Nicolas Bertholet, Martin Horn, Matthias Mosbach, Rabea Wyrwich

Spieldauer: 90 Minuten

Premiere: 20. Februar 2010

"Ich hab überhaupt manchmal gedacht, einer dürfte nicht älter werden als siebzehn, achtzehn."

Dies ist die Geschichte des 17-jährigen Edgar Wibeau, der seine Lehre schmeißt und aus der Kleinstadt nach Berlin aufbricht. Dort lebt er in einer Gartenlaube seines Freundes Willi, hört viel Musik, genießt seine Freiheit und verliebt sich unglücklich in die Kindergärtnerin Charlie. Auf dem Plumpsklo findet er Goethes Werk "Die Leiden des jungen Werther", beginnt widerwillig zu lesen und entdeckt in dem Roman immer wieder Parallelen zu seinem eigenen Leben. Als er Geld braucht, beginnt Edgar auf dem Bau zu arbeiten und geht schließlich beim Ausprobieren einer Erfindung "über den Jordan".

Plenzdorf schrieb sein Stück im Jargon der DDR-Jugendsprache der 70er Jahre. Tonfall und Rhythmus der Sprache wirken aber durchaus heutig, ohne sich unangenehm und aus Erwachsenenperspektive anzubiedern. Das Lebensgefühl, die Sehn-süchte und Schwierigkeiten sind sowieso die gleichen - ob bei Goethes Werther, bei Edgar Wibeau oder bei Jugendlichen von heute: Selbstverwirklichung, Auflehnen gegen die Erwachsenenwelt, unglückliche Liebe und Eifersucht.

Mitte der 70er Jahre waren Plenzdorfs "Neue Leiden..." das meistgespielte Gegenwartsstück in beiden deutschen Staaten.

Impressum | Rechtliche Hinweise

Saarländisches Staatstheater