Leonce und Lena

Leonce und Lena
Ein Lustspiel von Georg Büchner
Premiere: 14. April 2013
200. GEBURTSTAG VON GEORG BÜCHNER (1813-1837)
Empfehlung für Schulvorstellungen: Ab Klassenstufe 10

Leonce soll nach dem Willen seines Vaters, König Peter, dessen Amtsgeschäfte übernehmen. Und er soll Prinzessin Lena vom Nachbarreiche heiraten. Aber er will nicht. Er verweigert sich der Vorhersehbarkeit seines Lebens. Nichts kann ihn wirklich berühren und er langweilt sich endlos.
Der Prinz flüchtet schließlich mit seinem Freund Valerio vor der arrangierten Hochzeit. Unterwegs treffen die beiden auf Lena und ihre Gouvernante, die ebenfalls vor der staatlich beschlossenen Ehe Reißaus genommen haben. Den jeweils anderen nicht erkennend, entdecken Leonce und Lena ein ihnen bisher unbekanntes, sie alles andere als gleichgültig lassendes Gefühl: die Liebe.

Innerhalb von nur drei Jahren, zwischen 1835 und 1837, schrieb Georg Büchner sein literarisches Hauptwerk. In LEONCE UND LENA liefert er die satirische Beschreibung einer Gesellschaft, die sich nur über Leistung und Arbeit definiert, und einer jungen Generation auf der schwierigen Suche nach dem Sinn des Lebens und nach persönlichem Glück.
Geschult an den Verwechslungskomödien Shakespeares und der Ausgelassenheit und Typisierung der Commedia dell’arte treibt Büchner ein märchenhaft-komödiantisches Spiel.

Die Regie liegt in den Händen von Bob Ziegenbalg, dem künstlerischer Leiter des Theaters.

Regie: Bob Ziegenbalg
Ausstattung: Stefan Oberhauser
Es spielen: Nicolas Bertholet, Eva Coenen, Isabelle Groß de García, Sebastian Hammer, Sabine Merziger, Ralf Peter, Reinhold Rolser
Spieldauer: 85 Minuten
Presse Echo: 

"Das Ensemble verleiht seinen Figuren Glaubwürdigkeit und lässt auf minimalistischem Raum ein ganzes Königreich entstehen. Ein nicht ganz einfaches Stück, aber einfach gelungen." (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Carolin Bollow)

"(...) herausgemeißelt wird die archetypische Geschichte zweier Teenager. Die langweilen sich mächtig mit ihrer Revolte gegenüber jedweder Verpflichtung, brechen aus ihrem goldenen (Elternhaus-)Käfig aus und wählen in Freiheit just jenen Partner, der ihnen aufgezwungen werden sollte. Zuvor hat Leonce eine öde Sex-Beziehung mit einer nur als Projektion auftauchenden Rosetta. So gelingt ein fabelhafter Brückenschlag ins Internet-Zeitalter, zugleich eine köstliche Persiflage auf alle Männer-Phantasien." (SAARBRÜCKER ZEITUNG, Cathrin Elss-Seringhaus)

SR-Fernsehen // Aktueller Bericht vom 12.04.2013