Netboy

Netboy
Von Petra Wüllenweber
Premiere: 15. März 2014

Koproduktion mit dem überzwerg-Jugendclub
Empfehlung für Schulvorstellungen: Ab Klassenstufe 6

Marie ist in der Schule beliebt und wird mit großer Mehrheit zur Klassensprecherin gewählt. Doch ihre Freude darüber verfliegt, als sie erfährt, dass ihr Vater mit seiner neuen Freundin bald in eine andere Stadt ziehen wird. Frustriert loggt sie sich in einen Chatroom ein, schreibt sich ihren Ärger von der Seele und lernt dort schließlich »Netboy« kennen. Marie fühlt sich direkt verstanden und vertraut ihm immer mehr Details aus ihrem Leben an.
»Netboy« gibt ihr das Gefühl, etwas bewegen zu können. So versucht sie beispielsweise, ihre Schulkameraden Sarah und Olaf zusammen zu bringen. Und sie nimmt auch die nächste Herausforderung an: eine Aktion gegen die verhasste Chemie-Lehrerin. Als aber »Netboy« Fotos von dieser Aktion ins Netz stellt, bricht ein überwältigender Shitstorm gegen Marie los. Freunde, Klassenkameraden, Lehrer – alle sehen, was sie getan hat. Marie sucht verzweifelt einen Weg aus diesem Alptraum…

Ein hochaktuelles Theaterstück über den Wert von Freundschaft, Mobbing im Internet und darüber, wie sehr dieser virtuelle Raum die Wirklichkeit beeinflussen kann.

NETBOY wurde von der aus dem Saarland stammenden Autorin Petra Wüllenweber geschrieben. Mit den überzwerg-Auftragsproduktionen AM HORIZONT und ZUR ZEIT NICHT ERREICHBAR war sie zweimal zu den KinderStücken der Mülheimer Theatertage eingeladen.
Die Regie lag in den Händen von Bob Ziegenbalg, künstlerischer Leiter des überzwerg. Bühne und Kostüme gestaltete Matthias Werner, der am überzwerg bereits für die Ausstattung von u.a. MÜTTER, DER BESUCH DER ALTEN DAME, ZUR ZEIT NICHT ERREICHBAR und DER TAG, ALS ICH LERNTE DIE SPINNEN ZU ZÄHMEN verantwortlich war.

Regie: Bob Ziegenbalg
Ausstattung: Matthias Werner
Es spielen: Eva Coenen, Sebastian Hammer, Jannica Hümbert (Jugendclub), Reinhold Rolser, Nina-Mercedés Rühl
Spieldauer: 60 Minuten

"Zwischen Marie und dem Zuschauer hängt ein Gazevorhang, auf den die Chatbotschaften mit Text und Ton projiziert werden. Eine gute Lösung, um den Zuschauern einzubeziehen und das Ganze, auch für Jugendliche, authentisch zu machen. (...) eine Vorlage, die nicht nur dank gut eingefangener Jugendkommunikation und Chat-Sprache sehr glaubwürdig ist." (SAARBRÜCKER ZEITUNG, Sophia Schülke)

"Bob Ziegenbalg inszeniert das Schauspiel technisch anspruchsvoll. Die Chats mit Netboy werden so nah an den Zuschauer herangetragen. Ein Stück, das an jeder Schule gezeigt werden sollte." (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Simin Sadeghi)