Patricks Trick

[Ab 10]

Von Kristo Šagor
 

Patrick ist elf Jahre alt und Einzelkind. Als er zufällig ein Gespräch seiner Eltern mithört, erfährt er, dass sie noch ein Kind bekommen. Einen Bruder hätte Patrick schon gern, aber eigentlich einen älteren, einen „coolen“, kein Baby. Erst nach und nach findet er heraus, dass mit seinem Bruder irgendetwas nicht stimmen wird. „Vielleicht wird er niemals lernen, richtig zu sprechen“, flüstern seine Eltern und sind ratlos, ob sie das Kind bekommen möchten oder nicht. Während seine Eltern noch überlegen, wie sie ihrem Sohn von der Schwangerschaft und der Behinderung erzählen sollen, sucht Patrick mutig und selbstbewusst Menschen aus seinem Umfeld auf und befragt sie. Am Ende hat er viel über sich selbst gelernt und vielleicht auch etwas, was seinem Bruder helfen wird.
Das Stück ist klug gebaut: Die beiden Schauspieler spielen mit hohem Spieltempo alle Rollen im Wechsel: Patrick, seinen noch ungeborenen Bruder, Patricks Freund Valentin, sein Vater, seine Mutter, seine Fantasie-Schwester, der Lehrer Hansen, Patricks großer Freund Danijel, der kroatische Boxer, die Lehrerin Frau Schlepper, die Gemüsefrau, der „Professor“.

Der Autor Kristo Šagor greift mit seinem Stück die Themen „Behinderung“ und „Inklusion“ auf und konzentriert sich dabei auf die Perspektive von Kindern und deren Fragen. Humorvoll und leicht im Ton schafft es PATRICKS TRICK, Vorurteile und Ängste zu thematisieren, die oftmals Alltag in der Begegnung mit Menschen mit Beeinträchtigungen sind.
Das Stück erhielt den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2014 und war nominiert für den Deutschen Kindertheaterpreis 2014.

Nach der erfolgreichen Premiere von NATHANS KINDER ist PATRICKS TRICK die zweite Regiearbeit von Lejla Divanovic am überzwerg. Karin Stephany (Ausstattung) ist zum ersten Mal Gast in Saarbrücken.

Regie: Lejla Divanovic
Ausstattung: Karin Stephany
Spiel: Nicolas Bertholet, Reinhold Rolser
Spieldauer: 65 Minuten
Presse Echo: 

"Das Stück greift einerseits die schweren Themen Behinderung und Inklusion sowie die damit einhergeheden Sorgen und Ängst auf; kann jedoch andererseits mit Witz und Humor überzeugen. (...) Mit einer enormen Spielfreude führen Bertholet und Rolser, die alle zwölf Rollen des Stücks unter sich aufteilen, durch "Patricks Trick". (...) In Divanovic' behutsamer Saarbrücker Version werden in dem preisgekrönten Stück wichtige Fragen gestellt: "Was ist behindert?", "Ist behindert das Gegenteil von normal?" oder "Was ist normal, was unnormal?"" (Saarbrücker Zeitung, Oliver Sandmeyer)

"Nicolas Bertholet und Reinhold Rolser spielen intensiv und schnell. Sie schaffen einen Wechsel aus Lachen und tiefer Gerührtheit bis ins Innerste. Zugleich locker, komisch und ernst." (Saarländischer Rundfunk, Saartext, Fleur Geppert-Gasper)

SR Fernsehen // Aktueller Bericht vom 10.11.17

Termine
Freitag, 19. Januar 2018 - 9:30
Freitag, 19. Januar 2018 - 19:30
Samstag, 20. Januar 2018 - 19:30