Tell Tell [Ab 15]

Tell Tell [Ab 15]
Nach Friedrich Schiller
Bearbeitet von Albert Frank
Uraufführung: 26. Februar 2012

Das Dramenterzett um Hannah, Heiner und André hat es sich zur Aufgabe gemacht, die klassischen Dramen des deutschen Theaters mit jeweils nur drei Darstellern zur Aufführung zu bringen. Das hilft sparen.
Diesmal haben sie sich des gewaltigen Dramas um die Freiheitsliebe des Schweizer Volkes und seines Kampfes gegen die österreichische Herrschaft angenommen: also annähernd 50 Rollen und viele verschiedene Schauplätze.
Dummerweise ist der Babysitter ausgefallen und das Kind von Hannah und Heiner plärrt hinter der Bühne. Wohin also mit dem Säugling, wenn alle drei auf der Szene sind? Und brauchen sie nicht doch die 30 Statisten für den Rütli-Schwur? Und wo kriegt man die jetzt her?
Auf äußerst unterhaltsame Weise wird der ganze Tell in knapp 90 Minuten erzählt, inklusive der bekannten Zitate wie »Die Axt im Haus erspart den Zimmermann“, des Tyrannen-Hutes auf der Stange und des berühmten Apfelschusses. Aber neben viel Schiller im Original geht es auch ums wahre Leben: Rollenbilder von Mann und Frau beispielsweise und über die Schwierigkeit, Kinder und Job unter einen Hut zu bringen.

Der Autor und Österreicher Albert Frank, der bundesweit mit seiner Faust-Version »fast Faust« erfolgreich war, schreibt im Auftrag des theaters überzwerg diese Tell-Variante. Und auch hier gilt: ein fast »richtiger« Tell, auf jeden Fall ein schneller Tell.

Regie führt Bob Ziegenbalg, künstlerischer Leiter des theaters überzwerg. Die Ausstattung übernimmt Matthias Werner, der bereits für DER BESUCH DER ALTEN DAME, MÜTTER und ECHT MUTIG verantwortlich war.

Regie: Bob Ziegenbalg
Ausstattung: Matthias Werner
Es spielen: Nicolas Bertholet, Isabelle Groß de García, Reinhold Rolser
Spieldauer: 85 Minuten

"tell TELL" ist eine augenzwinkernde Liebeserklärung an das Theater. Hier bekommt Schiller eine Frauenquote, Tell darf seine feminine Seite ausleben. Und das alles in 90 Minuten zu dritt.
Es ist ein Fest, dem Ensemble beim Spiel zwischen Schiller und Alltag zuzuschauen. Großes Theater auf kleiner Bühne mit herausragenden Darstellern. Unbedingt anschauen!"   (SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK, Saartext, Carolin Bollow)

"tell TELL" ist tatsächlich so etwas wie Schiller für alle. Eine Mischung aus Komödie, echtem Drama und viel Spaß in 90 Minuten. Und die Überzwerge zeigen wieder einmal: Sie beherrschen ihr Handwerk und den fliegenden Rollenwechsel aus dem Effeff."   
(SR 3 Saarlandwelle, Karin Mayer)