Wie schön weiß ich bin [Ab 14]

Wie schön weiß ich bin [Ab 14]
Von Dolf Verroen
Deutsche Erstaufführung:
30. September 2010
Im Rahmen von SPIELSTARK, dem 9. Ottweiler Kinder- und Jugendtheaterfestival

Maria wird zwölf Jahre alt. Man feiert ein rauschendes Fest und Maria fühlt sich fast schon erwachsen. Nur leider hat sie noch keinen Busen. Macht nichts, sie darf zum ersten Mal Champagner trinken und bekommt einen eigenen, kleinen Sklaven geschenkt. Großartig. Nur seltsam, dass dieser Junge so langweilig ist und keine Miene verzieht...

Der Niederländer Dolf Verroen entblößt mit seinen klaren, kurzen Sätzen die täglichen Grausamkeiten der Sklaverei. Und haben wir nicht unseren heutigen Wohlstand ebendiesen Grausamkeiten zu verdanken? Und sind die nicht die Afrikaner, die tagtäglich an europäischen Küsten stranden, die Sklaven von heute?
Ein Stück, das erinnert und zum Hinsehen zwingt.

Deutscher Jugendliteraturpreis 2006
Inszenierung:
Eva Coenen, Bob Ziegenbalg
Ausstattung: Dorota Wünsch
Es spielt: Eva Coenen
Spieldauer: 60 Minuten
Presse Echo: 

"Die sowohl in Stimmführung wie Körpersprache hervorragende schauspielerische Leistung Eva Coenens gab dem unter die Haut gehenden Stück zusätzliche Wucht. Dieses - mit geringem Bühnenaufwand auskommende - Solostück ist ein Juwel des Jugendtheaters. Dem Theater Überzwerg ist damit eine wirklich tolle Produktion geglückt."
(MARBURG-NEWS, Jürgen Neitzel)

"Eva Coenen (...) überzeugt als Maria in einer Mischung aus glaubwürdiger Naivität, kindlicher Freude und ersten Zweifeln. Es funktioniert, jungen Menschen ohne Zeigefinger von Ausbeutung und Sklaverei zu erzählen. Der Verzicht auf Brüche und den Bezug zur Gegenwart ist stimmig. Das Stück provoziert damit die Frage: Ist das alles vorbei, oder hat es nur eine neue Form gefunden? "
(SAARBRÜCKER ZEITUNG, Sabine Graf)